Allg. Informationen

Wichtige Informationen bei der Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes

Ist auch eine kurzfristige ambulante Abdeckung möglich?

Kurzfristige Aufnahmen in unserem ambulanten Pflegedienst sind grundsätzlich möglich, vorausgesetzt unsere Touren verfügen über die notwendigen Kapazitäten. Sollten wir Ihnen zu der angedachten Zeit keinen freien “Anfahrtsplatz” bereitstellen können, nehmen wir gern Ihre Daten entgegen und planen Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein, vorausgesetzt Ihre Versorgung beruht nicht auf Dringlichkeit.

Bietet Hope and Care Kurzzeit- oder Verhinderungspflege an?  

Nein zur Zeit bieten wir diesen Service nicht an.

Wozu benötige ich einen Pflegegrad und wie bekomme ich diesen?

Die Zuteilung eines Pflegegrades ist maßgebend für die Bewilligung von Leistungen der jeweiligen Pflegeversicherung.

Um auch die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss ein Hilfs- und Pflegebedarf vorliegen und ein Antrag auf Leistungen bei der Pflegekasse gestellt und bewilligt werden. Wie das funktioniert, können Sie weiter unten unter Punkt: 1. Wie erhalte ich einen Pflegegrad?

Bei der Begutachtung ermittelt der Medizinische Dienst der Krankenkassen den Grad des Pflegebedarfs und setzt dementsprechend den nötigen Pflegegrad an.

Besteht die Möglichkeit Ihren ambulanten  Pflegedienst in Anspruch zu nehmen wenn ich noch keinen Pflegegrad erhalten habe?

Selbstverständlich! Auch wenn Sie keinen Pflegegrad haben besteht die Möglichkeit, von uns ambulant versorgt zu werden. Bitte beachten Sie hierbei, dass Ihnen die aufgewendeten Leistungen vorerst in Rechnung gestellt werden. Insofern Sie bereits vor der ambulanten Versorgung einen Antrag auf einen dementsprechenden Pflegegrad bei Ihrer Pflegeversicherung gestellt haben, würde diese Ihnen nach Einreichung der Rechnung, den von Ihnen vorverauslagten Betrag Rückerstatten.

Wie genau setzen sich die Kosten der Grund- und Behandlungspflege als auch der Hauswirtschaftlichen Leistungen zusammen?

Die Kosten für die Behandlungspflege (HKP – Häusliche Krankenpflege nach SGB V) werden wir direkt bei Ihrer Krankenversicherung abrechnen. Diese Kosten werden von Ihrem Kostenträger zu 100% übernommen.

Wenn Sie sich für unseren Pflegedienst entscheiden, erhalten Sie neben dem Pflegevertrag, selbstverständlich einen Kostenvoranschlag über die vereinbarten Leistungen der Grundpflege sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Aus diesem geht genau hervor:

  • In welcher Höhe der Gesamtbetrag der Pflege inkl. der Wegepauschale liegt
  • welcher Anteil hiervon als Sachleistung von der Pflegekasse getragen wird
  • Ihr Eigenanteil zzgl. der Investitionskosten* (z.Z. bei 3% der Gesamtkosten)
  • sowie den Posten, welcher Ihnen bei nicht ausschöpfen der Pflegesachleistung von der jeweiligen Pflegekasse als Pflegegeld ausbezahlt wird.

* Investitionskosten sind unter anderem Aufwendungen, die dem Träger von Pflegeeinrichtungen bzw. ambulanten  Pflegediensten  in Verbindung mit Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Baulichkeiten und der damit verbundenen technischen Anlagen entstehen.

Wo genau ist der Unterschied zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld?

Das Pflegegeld ist für Versicherte, pflegebedürftige Personen gedacht, die zuhause von den Angehörigen, Freunden oder Bekannten ehrenamtlich gepflegt werden. Der Pflegebedürftige kann unter anderem damit die nötige Grundpflege nebst hauswirtschaftlicher Versorgung in geeigneter Weise selbst sicherstellen. Beratungsbesuche (Mentoringbesuche) von Pflegefachkräften sollen dieses Angebot unterstützen, um sicher zu stellen, dass der versicherte Pflegebedürftige angemessen  versorgt wird.

Die Pflegesachleistungen sind für die Aufwendung von ambulanten Pflegediensten zur Unterstützung der Pflegebedürftigen in deren privaten Umfeld gedacht. Voraussetzung hierfür ist ein bestehender Versorgungsvertrag des ambulanten Pflegedienstes mit den Pflegekassen.

Wenn Sie also bislang von Ihrer Pflegekasse monatlich Pflegegeld bezogen haben und fortan mit einem ambulanten Pflegedienst “zusammen arbeiten” möchten, sollten Sie bei Ihrer Pflegeversicherung demzufolge einen Kombinationsantrag stellen. Dieser Kombinationsantrag beinhaltet die Beanspruchung von Pflegesachleistungen als auch das Ausbezahlen des Pflegegeldes sofern die Leistungen nicht ausgeschöpft werden.

Die exakte Höhe der Leistungen aus der Pflegeversicherung richten sich nach dem Pflegegrad und werden, unabhängig von eigenen finanziellen Mitteln, gewährt. Die folgende Übersicht soll Ihnen dabei helfen, zwischen den Beträgen der Pflegesachleistung und des Pflegegeldes besser zu unterscheiden.

 

1. Wie erhalte ich einen Pflegegrad?

Die Pflegekasse ist der für Sie zuständigen Krankenkasse angegliedert, Sie können also die gleichen Kontaktdaten benutzen.

Um Pflegegrad 1 zu erhalten, müssen Sie als Versicherter zunächst einen Antrag auf einen Pflegegrad bei ihrer Pflegekasse stellen. Im Anschluss wird Ihre noch vorhandene Selbstständigkeit von einem Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung – kurz “MDK” (bei gesetzlich Versicherten) oder MEDICPROOF (bei privat Versicherten) ermittelt.

 

Pflegegeld nach § 37 SGB XI

 

EINSTUFUNG 2016 PFLEGEGELD BISHER EINSTUFUNG UND PFLEGEGELD 2017
Pflegestufe 0
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
123 € Pflegegrad 2: 316 €
Pflegestufe I
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
244 € Pflegegrad 2: 316 €
Pflegestufe I
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
316 € Pflegegrad 3: 545 €
Pflegestufe II
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
458 € Pflegegrad 3: 545 €
Pflegestufe II
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
545 € Pflegegrad 4: 728 €
Pflegestufe III
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
728 € Pflegegrad 4: 728 €
Pflegestufe III
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
728 € Pflegegrad 5: 901 €
Pflegestufe III und Härtefall
(mit und ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
728 € Pflegegrad 5: 901 €

 

Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI

 

EINSTUFUNG 2016 SACHLEISTUNG BISHER EINSTUFUNG UND SACHLEISTUNG AB 2017
Pflegestufe 0
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
231 € Pflegegrad 2: 689 €
Pflegestufe I
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
468 € Pflegegrad 2: 689 €
Pflegestufe I
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
689 € Pflegegrad 3: 1.298 €
Pflegestufe II
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
1.144 € Pflegegrad 3: 1.298 €
Pflegestufe II
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
1.298 € Pflegegrad 4: 1.612 €
Pflegestufe III
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
1.612 € Pflegegrad 4: 1.612 €
Pflegestufe III und Härtefall
(mit und ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)